Eulenspiegelturm * Schloss Bernburg ► ANFAHRT
MUSEUM SCHLOSS BERNBURG


Der Eulenspiegelturm von Schloss Bernburg

Weltgrößtes Eulenspiegeldenkmal und besonderes Bauwerk an der "Straße der Romanik"

In der 22. Episode des Eulenspiegelbuches verdingt sich Till beim Grafen von Anhalt als Turmbläser. Er ist still wenn Feinde kommen und ruft lauthals "Feindio!" ohne drohende Gefahr. So erschleicht er sich eine Mahlzeit an der fürstlich gedeckten Tafel. Der mächtige "keulichte" Turm stammt aus dem späten 12. Jahrhundert. Mit seinen 3 - Meter starken Mauern war der Bergfried ein letzter sicherer Rückzugsort der Burg. Aus 44 Metern Höhe bot sich dem Turmwächter ein weiter Blick.

Seit Jahrhunderten ist der Eulenspiegelturm ein Wahrzeichen des Bernburger Landes. Vermutlich schon seit Erscheinen des beliebten Volksbuches "Till Eulenspiegel" zu Beginn des 16. Jh. trägt der romanische Bergfried der Bernburg den lokalisierenden Namen "Eulenspiegel (-Turm)". Darin begründet sich eine über Jahrhunderte alte Eulenspiegel-Tradition im ehemaligen Land Anhalt.

Der baulich instandgesetzte "Eulenspiegel-Turm" übt eine auserordentliche Magnetwirkung auf Touristen und Besucher der Region aus. Der "Till" ist eine im gesamten deutschen Sprachraum bekannte und beliebte Sympathie-Figur. Im historischen Türmerzimmer ist eine lebensgroße bewegliche Eulenspiegelfigur installiert, die den Besuchern in einem ca. 5 min Textteil "Tills" Erlebnisse auf Schloß Bernburg erzählt. Die lebensnahe Inszenierung der elektronisch gesteuerten und sprechenden Eulenspiegelfigur in der sogenannten Türmerstube des Eulenspiegelturmes ist einzigartig !

Montag, 27.03.2017 15:10
Eulenspiegelturm


Wegen Bauarbeiten ist der Eulenspiegelturm für Besucher bis auf Weiteres gesperrt.

Freitag, 17.03.2017 09:12
Wolfgang von Anhalt (1492-1566) - Fürst und Bekenner

Fürst Wolfgang von Anhalt wurde 1492 als Sohn des Fürsten Waldemar VI. und Margarete von Schwarzburg in Köthen geboren. Schon als Achtjähriger besuchte er die Universität in Leipzig. Als sein Vater 1508 starb, trat Wolfgang mit 16 Jahren sein Erbe an. Auf dem Reichstag zu Worms (1521) lernte er Martin Luther kennen und berichtete später: „Er hat mir das Herz abgewonnen“. Wolfgang bekannte sich bereits 1521 zur Reformation – man nennt ihn auch „den Bekenner“. Die Reformation wurde von ihm 1525 in Köthen und 1526 in Bernburg eingeführt.
Auf dem Reichstag zu Speyer 1529 war er einer der sechs fürstlichen Wortführer der lutherischen Bewegung. Im Jahr 1530 unterzeichnete er die Confessio Augustana. Fürst Wolfgang trat dem 1531 geschlossenem „Schmalkaldischen Bund“ bei. In der Schlacht bei Mühlberg besiegte das Heer Kaiser Karls V. 1547 die Truppen des Schmalkaldischen Bundes. Wolfgang wurde daraufhin vom Kaiser geächtet. Aber schon 1552 trat er, durch den Vertrag zu Passau von der Reichsacht befreit, die Regierung in Anhalt wieder an. Im März 1566 starb er unvermählt in Zerbst.

Die Ausstellung wird vom 22. Januar bis 28. Mai 2017 präsentiert und zeigt neben Text-Bild-Tafeln zu unterschiedlichen Aspekten aus dem Leben Wolfgangs auch zahlreiche Exponate.

>>> mehr info
> ältere Meldungen___(script by artmedic webdesign)